Gerechtigkeit

Dimensionen von Gerechtigkeit

Umweltgerechtigkeit

Klimagerechtigkeit

Wer ist betroffen?

Mehr zu den Dimensionen von Klima (un-) gerechtigkeit könnt ihr hier lesen:

Kinder und ältere Menschen gehören bei Klimafolgen, insbesondere bei extremer Hitze, zu den gefährdeten Gruppen. Kleine Kinder können ihre Temperatur noch nicht gut regulieren, und sich noch nicht selbstständig an veränderte Bedingungen anpassen. Ältere Menschen können gesundheitliche Einschränkungen haben und deshalb stärker unter der Hitze leiden. Junge Menschen sind eine wichtige Perspektive der Klimagerechtigkeit, weil sie die langfristigen Folgen heutiger Entscheidungen tragen müssen.

Weiterführende Links:

>> ufu.org: Studie „Klimaanpassung und Kinderrechte“

>> WHO: Climate change impacts on health

>> Umweltbundesamt: Soziale Dimensionen im Klimawandel

Menschen mit geringem Einkommen verfügen meistens über schlechtere Möglichkeiten, sich vor den Folgen des Klimawandels zu schützen, bzw. sich an diese anzupassen. Sie leben in kleineren Wohnungen, haben weniger Zugang zu kühlen Räumen oder Parks und Grünflächen, ihnen fehlen finanzielle Rücklagen und die Möglichkeit, auf Einkommensverluste zu reagieren. Klimawandel kann dadurch bestehende soziale Ungleichheiten weiter verstärken.

Weiterführende Links:

>> Berlin.de: Umweltgerechtigkeitsatlas

>> Umweltbundesamt: Eckpunkte für eine sozial gerechte Umwelt- und Klimapolitik

>> oekom.de: Die ungleiche Last

>> IPCC: Key Risks Across Sectors and Regions. Kapitel 16.1.4.3 Poverty Trends… In: Climate Change 2022: Impacts, Adaptation and Vulnerability.

Geschlechterrollen, Einkommensunterschiede, ungleich verteilte Sorgearbeit, Zugang zu Land, Bildung, Technologie und politischer Beteiligung beeinflussen, wie stark Menschen von den Folgen des Klimawandels betroffen sind und welche Ressourcen ihnen zur Anpassung zur Verfügung stehen. Genau wie die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen sind auch die Lebensrealitäten von Frauen, trans, inter und nicht-binären Menschen sind als besonders betroffene Gruppen in der Klimaforschung oft zu wenig betrachtet.

Weiterführende Links:

>> Vierter Gleichstellungsbericht „Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation“

>> dgvn.de: Klimagerechtigkeit und Geschlecht

>> UN Women Deutschland: Klima und Gender

>> bpb.de: Geschlechtergerechtigkeit und Klimapolitik

>> Umweltbundesamt: Studie „Interdependente Genderaspekte der Klimapolitik“

>> UN Women: report „how feminism can be a powerful tool to fight climate change“

Auch Rassismus und andere Formen gesellschaftlicher Ausgrenzung können die individuelle Betroffenheit gegenüber den Folgen des Klimawandels beeinflussen. Dabei macht nicht die (angenommene) ethnische Zugehörigkeit an sich Menschen verletzlicher, sondern die Zuschreibung durch Dritte. Die gesellschaftlichen Strukturen, Diskriminierung und ungleicher Zugang zu Wohnraum, Arbeit, Gesundheitsversorgung, politischen Entscheidungen und anderen Ressourcen.

Weiterführende Links:

>> Farn.de: Rassismus und Klimawandel

>> unipress: Umweltrassismus und Klima(un)gerechtigkeit

>> academia.edu: „Rassismus als Brennglas für Klimawandelfolgen“ barbara TJ für scientists4future

Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen sind von den Folgen des Klimawandels überproportional betroffen. Sie sind von Hitze, Überschwemmungen oder Naturkatstrophen z.B. durch eingeschränkte Mobilität oder fehlenden Zugang zu Ressourcen oder spezieller medizinischer Versorgung zusätzlich belastet. Darüber hinaus sind Menschen mit Behinderung auch häufig schon von Armut betroffen, wodurch sich Nehrfachbelastungen ergeben. Klimagerechte Anpassungen an die Folgen des Klimawandels bedeutet deshalb auch, Barrieren abzubauen und Schutzmaßnahmen von Anfang an inklusiv zu gestalten.

Weiterführende Links:

>> Helmhotz-Klima.de: Warum der Klimawandel behinderte Menschen besonders trifft

>> bezev.de: Factsheets „Klimawandel und Menschen mit Behinderung

>> rki.de: Thema „Klimawandel und Gesundheit“

>> Goethe.de: „(K)eine Debatte: Klimagerechtigkeit für Behinderte Menschen in Deutschland“ von Andrea Schöne

>> UN Human Rights Office: OHCHR and climate change

weitere Links zu Lehr- und Lernmaterial in Leichter und Einfacher Sprache zum Thema findet ihr auch auf unserer Webseite: Bildungsmaterial

Wo Menschen leben, beeinflusst ihre Klimarisiken erheblich. Unterschiedliche Länder sind aufgrund ihrer geographischen Lage ganz unterschiedlich von den Folgen des Klimawandels betroffen. Verschiedene Staaten können, abhängig von ihrer ökonomischen Lage, besser oder schlechter Vorsorge treffen. Städte können sich stark aufheizen, während küstennahe Gebiete von Überschwemmungen betroffen sind, und Menschen die von der Landwirtschaft abhängig sind, sind direkt von Dürren oder Starkregen betroffen. Auch die Gestaltung des direkten Wohnumfelds, der Zugang zu Grünflächen und Parks, Mobilität und weitere Infrastruktur spielen eine Rolle. So überschneiden sich klimatische und soziale Belastungen.

Weiterführende Links:

>> Siemens Stiftung: Dimensionen von Klimagerechtigkeit

>> Tagesschau.de: welche Region wie stark vom Klimawandel betroffen ist

>> Umweltbundesamt: Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel

Wer ist verantwortlich?